Um Bergregionen zu durchqueren oder eine verschneite Straße zu befahren, ist es unerlässlich, Ihr Auto entsprechend auszustatten. Dabei stellt sich die Frage, wie viele Schneereifen an Ihrem Fahrzeug montiert werden müssen, zumal ein neues Gesetz in Kraft getreten ist.
SCHNEEREIFEN – EINE GESETZLICHE PFLICHT
Um das Fahren in den französischen Bergregionen zu erleichtern und die Sicherheit zu erhöhen, wurde im Winter 2021 ein neues Gesetz eingeführt. Das Berggesetz II verpflichtet Autofahrer, sich mit Ausrüstung auszustatten, die das Fahren auf verschneitem Untergrund ermöglicht – dazu gehören Schneereifen, Schneeketten oder zugelassene Schneesocken.
Eine Liste der Gemeinden, in denen diese Ausrüstung vorgeschrieben ist, wurde veröffentlicht. Sie betrifft Städte in 48 französischen Départements in Bergregionen, den Alpen, auf Korsika, im Zentralmassiv, im Juramassiv, in den Pyrenäen oder im Vogesenmassiv. Diese Ausrüstung ist nun jedes Jahr zwischen dem 1. November und dem 31. März vorgeschrieben.
Für mehr Klarheit wird nach und nach eine neue Beschilderung eingeführt, die genau auf die Ein- und Ausfahrten von Berggebieten hinweist, in denen Winterausrüstung verwendet werden muss. Von 2021 bis 2024 dient die Bezeichnung „Winterreifen“ zur Kennzeichnung der zugelassenen Modelle.
KANN MAN IM WINTER MIT NUR 2 SCHNEEREIFEN FAHREN?
Diese berechtigte Frage lässt sich sofort beantworten: Nein, es ist nicht möglich, Ihr Fahrzeug nur an den 2 angetriebenen Rädern mit Winterreifen auszustatten. Das Gesetz legt fest, dass der Zugang zu Berggebieten im Winter nur erlaubt ist, wenn ein Auto tatsächlich mit 4 Schneereifen ausgestattet ist.
Werden die Reifen nur an der Vorderachse montiert, gerät die Hinterachse des Fahrzeugs auf Schnee oder Eis ins Rutschen. Schon beim geringsten Beschleunigen kann es zu unkontrollierten Rutschbewegungen kommen, wodurch ein erhebliches Risiko besteht, von der Straße abzukommen.
Winterreifen ausschließlich an der Hinterachse zu montieren, ist ebenso gefährlich. Der Verlust der Haftung an der Vorderachse führt aufgrund des Ungleichgewichts zwischen Vorder- und Hinterachse zu Problemen beim Fahrverhalten und Bremsen.
UNERLÄSSLICHE SICHERHEITSMASSNAHMEN
Nach dem Berggesetz II müssen Autofahrer entweder Schneereifen oder geeignete Metall- bzw. Textilschneeketten mitführen, um auf rutschigem Untergrund ausreichend Haftung zu haben. Für zusätzliche Sicherheit können weitere Maßnahmen empfohlen werden. Informieren Sie sich immer über die Wetterbedingungen, bevor Sie in den Bergen losfahren.
Warten Sie mit dem Reifenwechsel nicht bis zum letzten Moment. Wenn die Temperaturen unter 7 °C fallen, können Sie Ihre Reifen durch Winterausrüstung ersetzen, um die Haftung zu verbessern. Im Durchschnitt verkürzen Schneereifen den Bremsweg bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h im Vergleich zu herkömmlichen Reifen um 30 Meter.
Das Fahren auf Schnee erfordert daher die Einhaltung strenger Sicherheitsregeln. Während Schneeketten und Winterreifen von Autofahrern häufig verwendet werden, sind auch andere Lösungen möglich. Zu diesem Zweck können ebenfalls die zugelassenen Musher-Schneesocken eingesetzt werden. Dank einer einzigartigen Technologie können die Musher-Überreifen Schneeketten und Winterreifen ersetzen. Sie lassen sich in weniger als 5 Minuten besonders einfach montieren und können auch auf trockenem Asphalt verwendet werden. Diese vollständig legale Ausrüstung ist eine sichere und praktische Alternative, wenn Sie in einem Département wohnen, das unter das Berggesetz II fällt.